Regelwerk zur DSSM
Es gibt verschiedene Wettkampfgruppen. Die Wettkampfgruppe G (WK G) bezeichnet dabei die Meisterschaften der Grundschulen. Da in vielen anderen Bundesländern die Grundschule nur bis zur vierten Klasse geht, sind alle Schüler bis zur Klasse 4 unabhängig ihres Alters startberechtigt. Zur Deutschen Schulschach-Mannschafsmeisterschaft (DSSM) qualifizieren sich die vier Erstplatzierten jedes Bundeslandes und zusätzlich zwei weitere Plätze des ausrichtenden Bundeslandes Thüringen. Auf Landesebene zählen an erster Stelle
die Mannschaftspunkte, dann die Brettpunkte, dann die Buchholzwertung und schließlich die Sonneberg-Wertung. Beispiel: von vier Spielern einer Mannschaft gewinnen zwei Spieler und eine Partie endet Remis. Damit hat die Mannschaft 2 ½ Brettpunkte erreicht und die gegnerische Mannschaft nur 1 ½ Brettpunkte. Somit erhält das siegreiche Team 2 Mannschaftspunkte und der Verlierer 0 Punkte. Endet eine Partie 2 : 2 dann erhält jede Mannschaft einen Mannschaftspunkt.
Bei der DSSM wird die Leistung der Mannschaft (leider) nicht zuerst bewertet, sondern hier zählen die Brettpunkte. So kam es dann tatsächlich bei der DSSM 2009/2010 dazu, dass der Deutsche Vizemeister mehr Mannschaftspunkte als der Deutsche Meister hatte. Grund war, dass der Vizemeister die Spiele knapp gewann und ein Mannschaftspunkt mehr hatte als der Dt. Meister. Der gewann aber die Spiele oft mit 4 : 0 (statt 2 ½ zu 1 ½), und erreichte somit mehr Brettpunkte. Im Gegensatz zur Landesmeisterschaft, bei der jeder Spieler/jede Spielerin 15 Minuten Bedenkzeit hat, ist diese Zeit bei der DSSM auf 20 Minuten ausgeweitet. Es besteht keine Notationspflicht. Es werden 11 Runden auf drei Tage verteilt gespielt.
In der Wettkampfgruppe IV (WK IV) gelten immer Altersbeschränkungen. Auf Landesebene gelten die gleichen Regelungen wie in der WG G (15 Minuten Bedenkzeit, keine Notationspflicht, Mannschaftspunkte vor Brettpunkten). Zur DSSM qualifizieren sich nun aber nur noch die Landesmeister und eine zusätzliche Mannschaft des ausrichtenden Bundeslandes. Dort beträgt die Bedenkzeit 60 Minuten pro Spieler, es besteht Notationspflicht bis 5 Minuten vor Blättchenfall, die Betreuer sind beim Turnier ausgeschlossen bzw. dürfen nur aus der Ferne zuschauen.
Die Wettkampfgruppe M (Mädchen) kämpft auf Landesebene von Klasse 1 bis Klasse 13 gegeneinander. Zur Deutschen Meisterschaft qualifizieren sich nur die Landesmeister. Es gelten die Bedingungen der WK IV. Da seit allen Jahren in denen ich Schach unterrichte immer Oberschulen an der Landesmeisterschaft teilnahmen, hatten die Mädchen der Grundschulen nie eine Chance auf Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft. So durften auch die Schönwalder Mädchen, die 2016 Vize-Landesmeister wurden, nicht an der DSSM in Berlin teilnehmen.
